Abbildung: Harald Herkner: Laokoon, 2019, Karton Versandhülsen (14,5 cm) verleimt, Polyurethan/Polyethylen-Armierung, 130 x 70 x 60 cm (Harald Herkner)

Alle hier veröffentlichten Vernissagen
sind durchweg öffentlich und
ohne Eintrittsgeld besuchbar.
Aktuelle Vernissagen
INNport, Export
Krypta (Mattighofen, OÖ)
Margit Wimmer-Fröhlich
Evelyn Gärtner
Johann Wutscher
Freitag, 3. April 2026, 18:00 Uhr
Krypta der Pfarre Mattighofen
Römerstraße 12
A-5230 Mattighofen
Geöffnet Mo bis So, 10:00 bis 16:00 Uhr
Eintritt frei
Kurat: Ing. Daniel Lang
Barrierefrei

Mattighofen zeigt im Rahmen von INNport, Export drei Ausstellungen an jeweils verschiedenen Orten, die viel über die Geschichte der Stadt erzählen: Im Atelier Riedl in der ehemaligen Lederfabrik Vogl (bis 31. Oktober 2026), im historischen Pavillon der Landesmusikschule Mattighofen (August 2025) und – jetzt eröffnend – in der Krypta der Pfarre Mattighofen (3. April bis 28. Juni 2026).
Die sogenannte Krypta, nahe der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, ist der früher ebenerdige spätgotische Gewölbesaal (Mitte 15. Jahrhundert) des Kollegiatsstiftes Mattighofen. Der Raum liegt heute, von der Römerstraße aus gesehen, unter Straßenniveau und ist von dort aus barrierefrei zugänglich. Ohne bislang identifizierte kultische oder praktische Funktion, dient das einstige Erdgeschoss des Propsteigebäudes heute als Ausstellungsraum.

Hier kommen die illuminierten Arbeiten von Margit Wimmer-Fröhlich und die Objekte von Johann Wutscher besonders zur Geltung, ergänzt durch Malerei von Evelyn Gärtner.
Margit Wimmer-Fröhlich ist eine international arbeitende Textilkünstlerin aus Mattighofen, die Mode und Design in ihrer eigenen, markanten Handschrift verbindet. Sie zeigt in der „Krypta“ eine Auswahl ihrer teils illuminierten dreidimensionalen Textileffekte.
Evelyn Gärtner nutzt für ihre Bilder nicht nur Pigmente. Pastos aufgetragen, macht sie etwa auch Steinmehl, Bitumen und Klebstoff zu Malmaterial für ihre ansprechenden abstrakten und konkreten Arbeiten.
Johann Wutscher stellt eigenhändig handgeschöpftes Papier her, auf dem er mit Erdpigmenten – und teils auch Blattgold – ausdrucksstarke abstrakte und konkrete Bilder malt. Manche seiner Bilder sind illuminiert und zeigen so weitere Feinheiten des Materials.
INNport, Export – Krypta:
3. April bis 28. Juni 2026
INN Orten (Kößlarn, BY)
Alois Jurkowitsch
Samstag, 4. April, 15:00 Uhr

Kirchenmuseum Kößlarn
Marktplatz 35
D-94149 Kößlarn
Do: 13:00 – 16:00 Uhr
Sa: 13:00 – 16:00 Uhr
So: 13:00 – 16:00 Uhr
Kurat: Alois Jurkowitsch
Bitte um und Dank für Rettung, Heilung und anderes mehr wurde und wird oft an besondere Orte getragen: Orte, an denen man hofft, dem Heiligen näher zu sein. Im 15. Jahrhundert entstanden vor allem links des Inns zahlreiche Wallfahrtszentren – auch in Kößlarn. Dorthin kamen besonders viele Pilgernde aus dem Innviertel.
An diesem Wallfahrtsort antwortet der Passauer Künstler Alois Jurkowitsch mit seiner Objektkunst aus Gefundenem und Verlorenem auf das Thema, im Kirchenmuseum Kößlarn (BY). Dessen Räume befinden sich in der einzigen vollständig erhaltenen Wehrkirche im Süden Deutschlands.
Jurkowitschs über viele Jahre gewachsenes Spätwerk widmet sich dem Detektieren von Spuren des Glaubens. Die vom Künstler selbst kuratierte Ausstellung INN Orten zeigt eine Auswahl davon. In (Zeit-)Schichten eingeschriebene, aber auch vergessene und ungelesene Spuren werden sicht- und spürbar – an diesem ganz besonderen Ort.
INN Orten:
4. April bis 31. Oktober 2026
Eintritt zur Ausstellung: 2,00 Euro
Vernissage: Eintritt frei
INN Ordnung
(Obernberg am Inn, OÖ)
Alois Achatz, Susanne Beurer, Anna Schrems, Alice Dittmar, Julia Dorninger, Monika Dorninger, Dietmar Gruber, Renate Haimerl Brosch, Barbara Muhr, Alzbetha Müller, Johann Polterauer, Eva Priller, Ingrid Pröller, Raimund Reiter, Birgit Szuba, Georg Tassev, Georg Thuringer
Samstag, 2. Mai, 19:30 Uhr
(geöffnet: ab 14:00 Uhr,
durchgehend bis zur Vernissage)

Kunsthaus Burg Obernberg
Bezirksgerichtsgasse 4
A-4982 Obernberg am Inn
Samstag: 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntag: 14:00 – 18:00 Uhr
Eintritt frei
Kurat: Mag. Josef Brescher
Chaos und Ordnung sind Grundpfeiler, zwischen denen sich das Gespinst der Welt aufspannen lässt. Mauern und Grenzen bilden jene sichtbaren Ränder, in deren Inneren sich Herrschaftsstrukturen ausgebreitet haben.
Obernberg war als Passauer Enklave beinahe wie eine Nussschale zwischen bayerischen und österreichischen Interessen an den Inn gebaut. Der buchstäblich herausragende Standort am „Grünen Fluss“, der einst so wichtigen Handelsroute, schuf jenen Reichtum, der noch heute dem Marktplatz seine prächtige, barocke Fassung bietet.
Hier, im Wechselspiel von Land, Fluss, Kirche drent und herent zeigen sich viele der Ordnungsstrukturen, die bis heute das Leben der Menschen in der Inn-Region prägen. Zugleich aber werden hier besonders auch die Risse und Sprünge im Ordnungsrahmen sichtbar, durch die Unbekanntes durchschimmert.
Passend zum Ort und seinem Hintergrund zeigen Künstler*innen aus Deutschland und Österreich im Kunsthaus der Burg Obernberg Arbeiten, die sich mit (Un)Ordnung und Verschiebungen, mit Einhegen, Durchbrechen, und eben jenem Unbekannten beschäftigen.


